Sich Trauen bringt’s
22/02/2018

Comeback der Familie? – einige Fakten

Eine ideale Familie - jeder wünscht sich eine solche, nur wenige erreichen sie. Tatsächlich werden 45 % der Ehen geschieden. Und doch gibt es positive Entwicklungen. Liegt es an den insgesamt besseren äußeren Umständen oder liegt es daran, dass die Beziehungen bewusster gelebt und dadurch besser gelingen? Sehen wir uns dazu einige Fakten an.


Höhere Geburtenrate

Nachdem in den sechziger Jahren jede Frau durchschnittlich 2,8 Kinder geboren hat waren es im Jahr 2000 nur mehr 1,36 Kinder. Im Jahr 2016 waren es 1,53 Kinder, Tendenz leicht steigend.

Fertilitätsrate A chart
Geburten in Europa

Bei dieser Gelegenheit noch ein interessantes Detail zu der Zahl der von einer Frau geborenen Kinder mit Migrationshintergrund: Türkeistämmige mit eigener Migrationserfahrung (1. Generation) durchschnittlich 3 Kinder, ohne eigener Migrationserfahrung (2. Generation) durchschnittlich 2 Kinder und Frauen in der dritten Generation durchschnittlich 1,6 Kinder. (Quelle: statistisches Jahrbuch migration integration 2017, Berlin)

Eheschließungen und Ehescheidungen

Die Eheschließungen werden mehr und die Ehescheidungen weniger.

Eheschl u Ehescheidgn A chart
Scheidungen Europa

Höheres Heiratsalter

„Bevor man heiratet, sollte man eine Weile zusammen gewohnt haben.“ Fast 80 % der verheirateten Paare geben an, bereits vor ihrer Eheschließung zusammen gewohnt zu haben. Eine Studie beweist: ein Viertel ist der Überzeugung, dass Eltern ihre Bedürfnisse gänzlich denen ihrer Kinder unterordnen sollten. In einer Gesellschaft, in der die sogenannte „Selbstverwirklichung“ immer mehr in den Vordergrund gestellt wird, ist ein steigendes Heiratsalter daher nicht verwunderlich.

1975 haben die Frauen mit knapp 21 und die Männer mit 24,5 Jahren erstmals geheiratet. 2016 heirateten die Frauen mit 30 – 9 Jahre später, die Männer mit 32,6 Jahren, also ca. 8 Jahre später.

Erstheiratsalter

All diese Zahlen und Fakten geben aber keinen Aufschluss über die menschliche Dimension des Zusammenlebens, der Herausforderungen und der Bereicherung aus den Beziehungen der Partnerschaft, Eltern und Kinder. Aber genau in diesen Bereichen entscheidet es sich, ob Wünsche erfüllt, Ziele erreicht, bzw. eine ideale Familie gelingt.

Quellen: http://www.oif.ac.at/fileadmin/OEIF/FiZ/fiz_2017.pdf (Österreich)
http://www.bebraverlag.de/verzeichnis/neuerscheinungen/titel/794-statistisches-jahrbuch-berlin-2017.html (Deutschland)

1 Kommentar

  1. Josef Gundacker sagt:

    Solche Studien wie z.B. über das Heiratsalter führen oft zu falschen Schlussfolgerungen und sind daher mit Vorsicht zu bewerten. Beispielsweise die Aussage: „Bevor man heiratet, sollte man eine Weile zusammen gewohnt haben.“ Dies lässt viele Menschen im Glauben, dass dies gut und richtig ist vorher zusammenzuleben. Wie oft und wie lang diese „Probeehen“ dauern und wie viele überhaupt zu einer Ehe führen darüber gibt es keine Auskunft. Die Grundlage für eine dauerhafte Ehe ist nicht die Absicht, (wenn beide zusammenpassen) sondern der Entschluss den gemeinsamen Lebensweg zu gestalten.

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