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Das Glücksprinzip

„Pille rein und glücklich sein“ - wenn es doch so einfach wäre… Wir alle möchten Spaß haben, Freude erleben und glücklich sein.

Spaß - das kurze Glück


Es gibt viele Möglichkeiten Spaß zu haben oder uns bespaßen zu lassen. Zahlreiche Entertainments versprechen unser Leben kurzweiliger, interessanter und spannender zu machen. Ob Videospiele, soziale Medien, Erlebnisparks, Konzerte, usw. Dabei kommt der Spaß immer von außen und hat kaum einen nachhaltigen Effekt auf uns. Wir werden während des Konsums dieser Dinge und Events abgelenkt und vielleicht auch kurzfristig gut unterhalten, aber mit uns selbst und unserer „inneren Lebensfreude“ hat das Ganze wenig zu tun. Wenn dann der Alltag und die Ruhe wieder einkehren bleibt oft die Leere und Langweile und wir sind wieder mit uns selbst konfrontiert.
Bereits 2010 wurden weltweit ca. 20 Milliarden US$ mit Glückspillen wie Prozac, usw. Umsatz erzielt. Alle möchten gut drauf sein und erwarten von anderen das gleiche.
Spaß ist eine oberflächliche, kurzfristige Befriedigung und ist nicht per se negativ. Spaß kommt dem Wortursprung nach vom italienischen Wort „spasso“, was soviel bedeutet wie Zerstreuung, Zeitvertreib, Vergnügen.

Freude - das innere Glück


Im Duden wird Freude mit „Froh- und Beglücktsein“ und „hochgestimmter Gemütszustand“ beschrieben. Freude ist ein nährendes Gefühl, dass tief in uns entsteht und im Idealfall nicht so sehr von Ereignissen und anderen Menschen beeinflusst wird. Natürlich empfinden wir nicht immer nur Freude, sondern sind auch mal wütend, bedrückt oder traurig.
Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Sir Francis Bacon, englischer Philosoph (1561-1626)

Die echte Freude kommt aus uns selbst und hat mit unserer Einstellung, unserem Blick auf das Leben, unserem Urvertrauen und „Liebesfähigkeit“ zu tun. Wir erfreuen uns dann nicht an lauten äußeren Ereignissen, sondern an uns selbst, am Leben und all den kleinen schönen Dingen. Dazu ist nicht das Besitzen eine Voraussetzung sondern das Wahrnehmen und Empfinden.

Ob wir ein tolles Buch lesen, Musik hören, merken, wie schön das Leben sein kann, uns bei unserer aktuellen Tätigkeit wohl fühlen… Freude gibt uns langfristig Energie anstatt uns diese zu entziehen. Sie ist nicht künstlich, nicht laut und kommt nicht von außen. Freude ist, wie Friedrich Schiller sagte: „das Prinzip das das Leben antreibt“.

In der Freude fühlen wir uns wohl, alle unseren seelischen Bedürfnisse sind für den Moment erfüllt. Mit Freude im Herzen kann ich die Welt anders sehen und mehr genießen.

Glück – mehr geben als erwarten


Die Glücksforschung spricht von Zufallsglück und Lebensglück. Wir sprechen hier von letzterem.

„Alle Menschen streben danach, glücklich zu werden und Unglück zu vermeiden.“ Mit diesem Satz beginnt das Buch „Das Göttliche Prinzip“ in dem verständlich und nachvollziehbar die Schritte zu einem erfüllten Leben aufgezeigt werden.
Das Geheimnis des Glücks liegt nicht in Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich.

André Gide, Schriftsteller (1869-1951)

Die grundlegende Ordnung des Universums ist so ausgelegt, dass alle Wesen nicht für sich selbst, sondern zum Wohle anderer – dem Gemeinwohl bzw. Gesamtzweck – existieren. Die Pflanzen und Tiere erfüllen ihren Zweck im Kreislauf der Natur. Die Organe in unserem Körper existieren nicht für sich selbst, sondern tragen dazu bei, dass der gesamte Organismus reibungslos funktioniert.
Beck

Auf welche Weise entsteht dann Glück? Soziale Beziehungen pflegen, Freunde, Liebe, Familie, soziale Aktivitäten und soziales Engagement machen nachgewiesen glücklich. Ein Ehemann braucht Frau und Kinder. Eine Ehefrau braucht Mann und Kinder. Wenn wir kein Gegenüber der Liebe haben, sind wir unglücklich.
Kummer lässt sich allein tragen. Für das Glück sind zwei Menschen erforderlich.

Elbert Hubbard (1856-1915)

Eigennützige Liebe hat letztlich zum Ziel, den Partner* für sich zu vereinnahmen, glücklich gemacht zu werden. Wahre Liebe ist ganz anders. Es liegt in ihrem Wesen sich zu verschenken und für das Wohlergehen des anderen und der Gesamtheit zu leben. Durch die Verbindung und Balance der beiden Zwecke, des Selbstzweck und des Gesamtzweck, wird größte Harmonie und ein erfülltes Leben erreicht.

Das Glücksprinzip …

… besteht darin, mehr zu geben als man erwartet. Dadurch entsteht Fülle. In den Beziehungen, in der Familie, in der Gesellschaft.

Was würde geschehen, wenn der Einzelne zum Wohl der Familie lebt, die Familien sich für die Gesellschaft einbringen, die Gesellschaften das Wohl der Nation und die Nationen das Wohl der Weltgemeinschaft und der Umwelt zum Ziel haben?

Was denken Sie?

* Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit habe ich die männliche Sprachform verwendet.
Sämtliche Ausführungen gelten natürlich in gleicher Weise für die weibliche.

2 Kommentare

  1. Vous avez relevé des détails intéressants ! ps site décent. Deerdre Pasquale Scoter

  2. Miriam Spiegl sagt:

    Für mich ist es mit dem Glück, so wie mit der Freiheit. Lange hat es gebraucht bis ich verstanden habe, dass die wirkliche Freiheit innerhalb von einer Beziehung zu finden ist und nicht ausserhalb. Dasselbe gilt wohl auch für das Glück. Innerhalb einer Beziehung wo Geben und Empfangen aus Fülle und und echtem Wohlwollen für den anderen besteht. Im inneren Kreis, im dynamischen Wechsel, im sich aufbauenenden, ausdehnenden Verbundensein, da sehe ich Glück. Im Lächeln, Betrachten, Staunen, Mitempfinden, Mitgehen, im Miteinander Sein, im tiefen Atmen da spüre ich Glück. Wenn das Glück, das ist was wir alle möchten, wie sehr gestalten wir unseren Tag bewusst danach? Ich habe jetzt ein Journal begonnen, jeden Tag mich zu fragen, in der Früh: worauf freue ich mich heute – was ist mein Fokus für den Tag – Wie will ich heute sein? und am Abend zu antworten auf: Ich habe mich heute gefreut über….. – Mir ist klar geworden, dass….. – Ich bin sehr dankbar für…. , es ist zwar erst der dritte Tag, aber ich denke jetzt doch untertags schon daran. Danke für Dein Thema, hat mich inspirert zu antworten!

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