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Familie – und ihre Herausforderungen

Familie auf dem Weg

Alles im Umbruch: Familien-Muster, Erziehung und Bildung, familienfeindliche Gesellschaft – kann Familie noch gelingen? Bringt eine Familienpolitik, die die Mütter – meist auf Kosten der wertvollen Zeit mit den Kindern – möglichst schnell wieder ins Arbeitsleben integrieren will, um wirtschaftlich „produktiv“ sein zu können, langfristig der Gesellschaft wirklich einen Mehrwert?


Das Idealbild von Familie ist fragil:

  1. Familiale Lebensformen: Patchwork-Familien, nicht eheliche, gleichgeschlechtliche Lebensformen mit/ohne Kinder, ein-Eltern-Haushalte, etc.
  2. soziale Beschleunigung: Erodiert sind traditionelle Muster zwischen Älteren und Jüngeren, in der Erziehung und den Sicherheiten, wie familiales Leben und Erziehung auszusehen hat
  3. auf Gewissheiten kann nur noch selten zugegriffen werden


Erziehungsmethoden im Wandel der Zeit

  • War es bis in die 1960er Jahre vorwiegend ein BEFEHLEN,
  • bis in die 1990er mehr ein VERHANDELN
  • steht ab der 2000er Jahre BERATEN als Erziehungsmethode im Vordergrund.

Das Gelingen der „Erziehung des Beratens“ setzt allerdings Reife, Kompetenz und Persönlichkeit auf Seiten der Eltern voraus. Sind „professionelle Eltern“ gefragt? Sollten Eltern gar eine Coaching Ausbildung machen? Die Anforderungen an die Eltern werden immer komplexer und sie werden mit immer steigenden Ansprüchen konfrontiert

Die Schlussfolgerungen sind ernüchternd:

  • gute Erziehung wird zu einer fast umfassenden Bildung
  • Elternschaft geht immer mehr einher mit dem Anspruch Familie als Bildungswelt zu arrangieren
  • Idealbild wird als Überforderung oder gar als Gegenwelt erlebt bei fehlenden sozialen Kompetenzen und ökonomischen Ressourcen

Familie erklärt sich aber nicht alleine über Erziehung, Bildung und soziale Milieus. Die Hoffnungen und Erwartungen jener, die eine Familie gründen, liegen nicht in der bestmöglichen Erziehung und Bildung ihrer Kinder, sondern im zwischenmenschlichen Bereich der guten Beziehungen und des für einander Daseins.

Die glücklichsten Familien sind nicht jene, die den Kindern die beste Erziehung und Bildung angedeihen lassen, oder das bestmögliche soziale Umfeld haben. Es sind jene, die sich menschlich sehr nahe sind und gemeinsame Werte praktizieren.

Die Freude der Eltern beginnt mit ihren Kindern, und die Freude der Kinder beginnt mit ihren Eltern.

Idealbild der Familie und die Realität - ein Widerspruch?

Die Familie ist der Spiegel der Persönlichkeiten der Eltern. Je mehr die Eltern in sich und mit sich im Reinen sind, desto mehr können sie geben und lieben. Das Gelingen der Familie entscheidet sich nicht auf der materiellen oder intellektuellen Ebene. Es ist die reife Persönlichkeit der Eltern und ihre Liebesfähigkeit auch in schwierigen Situationen, die das Idealbild der Familie – zumindest zeitweise – sichtbar werden lassen.  

Wie also können wir zu solch einem „idealen Ehemann“ bzw. einer „idealen Ehefrau“ werden?

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