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Sich Trauen bringt’s

Untersuchungen belegen, dass Menschen, die eine Familie gründen, im Vergleich zu Singles deutliche Vorteile genießen: Sie sind glücklicher, fühlen sich sicherer, haben das Empfinden, Sinn und Werte im Leben zu verwirklichen und haben zudem eine höhere Lebenserwartung.

Familie als Teil des Lebensglücks

Für einen großen Teil der Bevölkerung ist die Familie ein essentieller Teil ihres Lebens, der über Lebensglück und Wohlbefinden entscheidet. Zwei von drei Österreichern sind davon überzeugt, dass man auch heutzutage die Familie braucht um wirklich glücklich zu sein. Nur 18% hingegen sind der Meinung, dass man alleine genauso glücklich werden kann. Besonders für Frauen, Bewohner des ländlichen Raums, Personen mit starker Familienbindung und Eltern ist die Familie Grundvoraussetzung für ihr Lebensglück.

Familie stärkt Stellenwert im persönlichen Leben

Im ÖVA-Werteranking des IMAS Instituts rangieren Familie, Partnerschaft und Kinder an erster Stelle: Diese Aspekte habe für rund zwei Drittel der Bevölkerung einen sehr hohen Stellenwert im eigenen Leben. Erst danach folgen beispielsweise Werte wie Sicherheit, Gerechtigkeit und Freundschaft.

Ideale Größe der Familie

Für drei Viertel der Bevölkerung umfasst die ideale Familiengröße mindestens ein Kind. Am häufigsten präferieren die Österreicher dabei eine Anzahl von zwei Kindern. Zu mindestens zwei Kindern tendieren vor allem Frauen, Personen über 50 Jahre, Personen mit Volks- oder Hauptschulabschluss eher als ihre soziodemografischen Gegengruppen. Unter der jüngeren Bevölkerung und in den Landeshauptstädten zeichnet sich hingegen eine vergleichsweise stärkere Tendenz in Richtung einem Kind ab. Jene Personen, die selbst Kinder haben und jene, für die die Familie zum Lebensglück gehört, beziehen überdurchschnittlich häufig Kinder in die ideale Familiengröße mit ein.

Statistik Werteranking der Österreicher

Kinder sind sinnstiftend

Auf die Frage wie sinnstiftend Kinder wahrgenommen werden, lässt sich eindeutig herauslesen: Mehr als vier Fünftel der Personen mit Kindern unter 16 Jahren (84%) sind ohne wenn und aber der Meinung, dass ihnen die Kinder Sinn in ihrem Leben geben. Dabei wird auch Kommunikation in den Familien großgeschrieben. Drei Viertel der Familien (76%) essen zumindest am Wochenende gemeinsam und reden dabei über alles Wichtige.

Traditionelle Werte als Erziehungsziele

Entsprechend den erstrebenswerten Eigenschaften und erwünschten Wertvorstellungen sind für die Österreicher folgende Erziehungsziele am wichtigsten: "immer höflich und freundlich zu sein" (66%), "auf die Gesundheit zu achten, gesund zu leben" (64%) und "sparsam zu sein, auf das Geld zu achten" (62%). Zudem wollen die Österreicher ihren Kindern eine Mischung aus persönlichen Werten (31%), Fleiß und Zielstrebigkeit (29%) sowie Benehmen und Gehorsam (27%) mit auf den Weg geben. Für rund ein Fünftel der Österreicher sind außerdem eine "gute Ausbildung, Bereitschaft zum Lernen“ (20%) und "Ehrlichkeit" (19%) erstrebenswerte Eigenschaften.

Quelle: Familien- und Wertestudie 2014, Österreich

Verheiratete leben länger als Singles

Das Forscherteam von der Aston Medical School hat in einer Studie festgestellt, dass der Familienstand auf die Lebenserwartung einen wesentlichen Einfluss haben kann. Es wurden Männer und Frauen, die mit Bluthochdruck, einem hohen Cholesterinspiegel oder Typ-2-Diabetes in ein Krankenhaus im Norden Englands eingeliefert wurden, untersucht. Bei den verheirateten Patienten mit einem hohen Cholesterinspiegel lag im Untersuchungszeitraum das Sterberisiko um 16 Prozent, bei Patienten mit Typ-2-Diabetes um 14 Prozent und bei Patienten mit Bluthochdruck um immerhin noch 10 % unter dem von Patienten, die als Singles leben.

Nach Ansicht der Forscher liegt der schützende Effekt der Ehe wahrscheinlich an der erhöhten gegenseitigen Unterstützung, die zu einem gesünderen Lebensstil und einer konsequenteren Medikamenteneinnahme führt.

1 Kommentar

  1. Walter Waldhäusl sagt:

    Ein weiterer Gewinn durch Ehe: „Ehe lindert „Midlife-Crisi“

    Die Glücksforscher gingen explizit der Frage nach, „ob man bereits glücklich sein muss, um überhaupt einen Partner zum Heiraten zu finden, oder ob erst die Ehe die Menschen zufrieden macht.“
    „Die Ehe kann dazu beitragen, die Ursachen für das Tief im mittleren Lebensabschnitt zu lindern“, sagen die Forscher. Bei unverheirateten Menschen sei in dieser Lebensphase die Lebenszufriedenheit viel stärker eingebrochen.

    https://www.zukunft-ch.ch/ehe-lindert-midlife-crisis/

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