Das Glücksprinzip
13/05/2020

Verwandlung der Gesellschaft – eine Vorlage

Die erstaunliche Verwandlung der Raupe zum Schmetterling ...

... eine Vorlage für die Verwandlung von der „ego-zentrierten“ in eine „gemeinwohl-zentrierte“ Gesellschaft.(?)

(Gastbeitrag)

Wenn die Zeit gekommen ist, bilden sich im Raupenkörper eine neue Art von Zellen, die bereits die Anlagen, die Imagination, die Vision des künftigen Schmetterlings in sich tragen. Die Biologin Norie Huddle nennt sie Imagozellen. Das Immunsystem der Raupe greift diese Zellen als fremdartig an und vernichtet oder unterdrückt die ersten Generationen. Doch die Zellen wandeln sich, werden immer mehr und widerstandsfähiger, während das “Raupensystem” immer schwächer wird. Die Zellen verklumpen schließlich und bilden kleine, autarke Nester, sie infizieren auch Raupenzellen, und siedeln sich an den Stellen im Raupenkörper an, wo sie künftig im Schmetterling eine Aufgabe/Funktion wahrnehmen werden.

In der letzten Phase vernetzen sich die einzelnen Zellklumpen mit langen Fäden, die den ganzen Raupenkörper durchziehen … und schließlich “erkennen” sich die Zellen als Ganzes und in einem unglaublichen Prozess bildet sich innerhalb des sterbenden Raupenkörpers der bunte, flugfähige, völlig anders als die Raupe geartete Schmetterling.


Eine Analogie auf unsere Zeit

Überall auf der Welt entstehen derzeit „Imagozellen“, zunächst einzelne Menschen, die sich dann in Gruppen zusammentun und, von den verschiedensten persönlichen, politischen, ökonomischen, ökologischen Anliegen getrieben, ein anderes “Dasein” anstreben. Geseko berichtet von derzeit über 10 Millionen Initiativen weltweit, die an einer “neuen Welt” basteln. Und täglich werden es mehr.

Ihnen ist der “große Plan” meist nicht bewusst, dass es darum geht, einen großartigen Wandlungsprozess zu initiieren, zu tragen und zu gestalten, der etwas völlig Neues, heute noch Undenkbares hervorbringen wird. Doch durch die weltweite Vernetzung wird es immer mehr Menschen bewusster, und diejenigen, denen es bewusst wird, verzichten bewusst darauf, das Neue benennen zu wollen.


Jeder für sich und doch nie allein

So muss sich jede/r für sich selbst herausfinden, welche Form von „Imagozelle“ er/sie sein könnte, welchen Platz sie/er im “Schmetterlingssystem” einnehmen wird (ein Farbtupfer z.B.).

Jeder einzelne muss sich kräftigen, um dem Raub(pen)system zu widerstehen, Krisen sind hier an der Tagesordnung, Zweifel, Angst, Verlassenheit ebenso. Hier gilt es auch dem “nährenden”, wenn auch für die Imagos zerstörerischen Raubsystem, Würdigung entgegenzubringen. Der Niedergang dieses Systems kann auch als mythisches Opfer betrachtet werden, auch das beharrende Alte, der Schatten, muss als Erinnerung mit genommen werden in die leuchtend-farbige luftige Zukunft.

Vielleicht sind viele von uns stark damit beschäftigt, als Imagozelle überhaupt zu überleben. Die Zeit der Vernetzung wird aber kommen und diese wird womöglich auf ganz anderen Wegen erfolgen, als wir uns das heute vorstellen.

Sie wird von selbst passieren.

Wenn wir dieses Bild in die Gegenwart übertragen – wo stehen wir im Moment?

Bereits in der Phase der Desintegration, in der die neuen Impulsgeber allmählich dabei sind, das alte System mit ihren Ideen zu infizieren. Ich merke das, wenn ich mich auf meinen Reisen mit ganz unterschiedlichen Menschen unterhalte. Da ist ein grundsätzlich tiefer Pessimismus und die Gewissheit: Wenn wir so weiter machen, rasen wir gegen die Wand. Die einen resignieren und sagen: Ich kann sowieso nichts machen.

Die anderen geben sich einen Ruck und machen sich auf den Weg. Gehen mittags nicht zur Currybude, sondern zum veganen Imbiss. Kaufen sich keine Bohrmaschine, sondern leihen sich eine aus. Schmeißen ihren alten Computer nicht weg, sondern bringen ihn ins Repaircafé. Oder stellen selbst irgendetwas auf die Beine. Und merken dabei: Das Tun tut mir gut.

In Europa soll es bereits 70 Millionen Menschen geben, die ihr Leben, ihre Werte bereits neu ausgerichtet haben.

Der philippinische Umweltaktivist Nicanor Perlas in einem Gespräch mit Geseko v. Lübke über die erstaunlichen Entdeckungen der amerikanischen Biologin und Autorin Norie Huddle über den Wandlungsprozess der Raupe zum Schmetterling. Gefunden bei Jo von Beusts Blog

1 Kommentar

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